DAS GEDICHT
Schneeflockentraum
Flocken schweben ganz gemach
aufs Dach,
auf die Wiese, auf den Baum,
tanzen wie im Traum.
Auf dass sie weiß werde,
die Erde,
und all der Welten Fülle
sanft verhülle,
sich das Geschrei verstecke
unter einer Decke
aus Schnee.
Nichts wär mehr laut und schrill,
es würde still,
verschlösse unter sich den Überdruss
am Überfluss.
Die Schlacht um Kunden und um Preise
würde leise.
Der Parteien laut gebrüllte Wahlversprechen,
die sie ohnehin bald brechen,
wären nirgendwo zu hören,
würden keinen Menschen stören.
Sachte sinkt der Schnee auf allen Dreck
und schmilzt augenblicklich
weg.
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